Einige motivierte Feuerwehrleute versammelten sich am Samstagvormittag und versuchten eine knifflige technische Aufgabenstellung zu lösen. Es galt, eine Person möglichst schonend aus einem Hochwasserszenario zu retten. Es durfte die gesamte Ausrüstung des Rüstlöschfahrzeuges (RLFA) verwendet werden.

 

Im Detail ging es in der Übung um eine Badehütte in einem Hochwassergebiet - eine Situation, die in Kritzendorf jedes Jahr mehrmals vorkommen kann. Das Gebäude ist durch Wasser mit starker Strömung abgeschnitten und nur über einen schmalen kleinen Steg erreichbar. Aufgabe war es, eine nciht gehfähige Person möglichst schonend und sicher zu retten. Ein größeres Wohnhaus steht gegenüber und kann verwendet werden. Mit dieser Ausgangssituation begannen die Mannschaften eine genaue Erkundung und besprachen ihre Überlegungen. Unter der Aufsicht von Ausbildner und Zugskommandant Benedikt Faulhammer wurden mögliche Lösungswege diskutiert und besonders auf die Sicherheit geachtet.

 

Schließlich lies der Gruppenkommandant einen Feuerwehrmann mit Wathose ausrüsten und das Wasser gesichert zu der Person queren. Die Entscheidung fiel auf eine Seilbahn in Kombination mit dem Abseilgerät. Dafür wurde im Oberstock des Wohnhauses ein Anschlagpunkt aus Steckleiterteilen und Rundschlingen gebaut. Daran wurde der Greifzug befestigt, dessen Seil aus dem Fenster über Pölzholz als Kantenschutz das Wasser gequert und an der "Badehütte" befestigt wurde. Das Tragseil war somit in Position gebracht. 

 

Im nächsten Schritt wurde das Abseilgerät mit einem Schäkel am Tragseil eingehängt und die Korbtrage damit zur Person auf der anderen Seit gebracht. Das Abseilgerät wurde noch am Anschlagpunkt mit einem dynamischen Halbmastwurf rückgesichert. Damit stand die Konstruktion und war einsatzbereit.

 

Die Übungspuppe wurde verpackt und langsam über den "reißenden Fluss" gezogen. Auf der sicheren Seite konnte die Korbtrage dann mit dem Abseilgerät auf den Boden absenkt werden und die Person war gerettet!

 

 

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