"Brandeinsatz für die FF Kritzendorf - mehrere Brandstellen. Brandstiftung wird vermutet" lautete die "Alarmierung" zur Gesamtübung an diesem Montag. Drei vollbesetzte Fahrzeuge setzten sich Richtung Steinbruch in Höflein in Bewegung.

 

Während der Anfahrt bekam der Einsatzleiter die Information, dass Zeugen einen Kleinwagen vom Brandort davon rasen sahen und dieser höchstwahrscheinlich in einen Verkehrsunfall verwickelt war. Dieser habe sich gleich in der Nähe der Einsatzstelle ereignet. 

 

Im Steinbruch angekommen, startete Einsatzleiter Uli Schmied eine weiträumige Erkundung und konnte schließlich beide Brandstellen sowie das verunfallte Fahrzeug entdecken. Der Fahrer war auf der Rückbank des PKWs eingeklemmt.

 

Die Mannschaft des TLFAs bekam die Anordnung, die beiden Brände zu löschen. Der Fahrzeugkommandant ließ sogleich einen Atemschutztrupp ausrüsten, der die Feuer mit der Schnellangriffseinrichtung bekämpfte.

Parallel dazu erhielt der Gruppenkommandant des nachrückenden RLFAs den Befehl, die sofortige Menschenrettung aus dem PKW durchzuführen.

 

Ein Feuerwehrsanitäter nahm gleich Kontakt zu dem Verletzten auf, während Kameraden die Sicherung des Fahrzeugs übernahmen. Mittels Unterbauschiebeblöcken, einem Kreuzstoß und einem Steckleiterteil wurde der PKW gegen Verrutschen bzw. Umfallen gesichert. Da die Feuer mittlerweile gelöscht waren, übernahm der Atemschutztrupp des TLFAs den Brandschutz. Der Maschinist des RLFAs sorgte für die notwendige Ausleuchtung der Einsatzstelle.

 

Nachdem der hydraulische Rettungssatz in Stellung gebracht und die weitere Vorgangsweise mit dem Feuerwehrsanitäter abgesprochen wurde, begann der Rettungstrupp mit dem Aufspreizen der Fahrertüre. Da das Opfer bewusstlos war, wurde versucht, möglichst rasch eine Rettungsöffnung bereitzustellen. Anfängliche Probleme einen Ansatzpunkt für den Spreizer zu finden, konnten schnell mittels Brecheisen gelöst werden. Anschließend wurde mit der Rettungsschere die B-Säule durchtrennt und ein horizontaler Schnitt vom hinteren Fenster zum Schweller gesetzt (es handelte sich bei dem Unfallauto um einen Dreitürer). Dadurch konnte man die Seitenwand wie eine zweite Tür wegdrücken.

 

Da es sich um eine Crashrettung handelte, wurde auf das Spineboard verzichtet, das Opfer mit Manneskraft aus dem Fahrzeug gehievt und auf einer Decke abgelegt. 

 

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