Dem Einsatzleiter war ein komplexes Unfallgeschehen bereitet worden. Zwei PKW waren kollidiert, zwei Personen eingeklemmt sowie ein oder mehrere Personen abgängig. Dazu kam, dass ein Fahrzeug ein Gefahrgut geladen hatte, das gefährlich dampfte.

Der Einsatzleiter identifizierte die unbekannte Substanz als Salpetersäure (bildet ätzende Dämpfe) und ordnete unverzüglich das Absperren des Gefahrenbereichs und das Ausrüsten eines Atemschutztrupps an. Ein Teil der Mannschaft legte eine Löschleitung, um die Dämpfe aus sicherer Entfernung niederzuschlagen und zu verdünnen. Parallel wurde der hydraulische Rettungssatz an der Gefährdungsgrenze vorbereitet, sowie Sicherungs- und Erste-Hilfematerial bereit gestellt.

Besondere Schwierigkeit bei diesem Szenario war das Arbeiten mit dem hydraulischen Rettungssatz unter schwerem Atemschutz. Doch die eingesetzten Trupps meisterten diese Prüfung ohne Probleme.

Während den Rettungsarbeiten an den Fahrzeugen wurden mehrere Feuerwehrleute auf Menschensuche geschickt, um die abgängigen Personen zu finden.

Die "Opfer" (übrigens allesamt professionell geschminkte Statisten) konnten sich rasch wieder in Sicherheit fühlen und gaben ein durchwegs positives Feedback.

Nach den Aufräumarbeiten kam es aus "ungeklärter Ursache" zum Vollbrand der beiden Unfallfahrzeuge. Die eingesetzten Mannschaften starteten sofort einen Löschangriff mittels C-Leitung und schwerem Atemschutz und konnte auch diese Zusatzprüfung mit Bravour meistern. Binnen Minuten konnte Brand aus gegeben werden.

Das Resumee der Übungsleitung fiel sehr positiv aus, denn wichtige Grundkenntnisse konnte hier eingesetzt und erweitert werden. Der technische Einsatz und Schadstoffeinsatz wurden in diesem Szenario sinnvoll und lehrreich verpackt. Ein Dankeschön an dieser Stelle an unsere Statisten.

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