Damit im Ernstfall jeder lebensrettende Handgriff sitzt, sind regelmäßige Übungen unerlässlich. Um das eigene Ausbildungsniveau einer unabhängigen Kontrolle zu unterziehen, können sich die Einsatzkräfte einer strengen Prüfung unterwerfen – zuletzt passiert in Kritzendorf.

Unter den strengen Augen dreier Bewerter traten zehn Feuerwehrleute aus Kritzendorf zur so genannten  „Ausbildungsprüfung Technischer Einsatz“ an. Mit Barbara Heigl stieg erstmals auch eine junge Frau in den Wettkampfring. Vorweg: Die Gruppe bestand den Bewerb mit ausgezeichnetem Erfolg.

Um das begehrte Leistungsabzeichen zu erringen, müssen die Bewerber vor allem eines unter Beweis stellen: Dass sie bis zum kleinsten Schrauben jedes Werkzeug in ihren Einsatzfahrzeugen sofort finden und auch wissen, wie die Ausrüstung richtig einzusetzen ist. Der Bewerb zielt darauf ab, dass die Feuerwehrleute bei Unfällen mit verletzten Personen die richtigen Maßnahmen setzen.

Das beginnt bei der Absicherung der Einsatzstelle und endet damit, dass für jedes Unfallszenario die richtigen Rettungsmaßnahmen getroffen werden. Dafür werden den Wettkampfteilnehmern exakt 160 Sekunden vorgegeben. Bevor das schwere Gerät zum Einsatz kommt, muss die Gruppe noch beweisen, dass sie auch verunfallte (Herz- Kreislaufstillstand, starke Blutungen) Personen medizinisch richtig versorgen und betreuen kann.

Vorgaben, die von den Bewerbsteilnehmern der Kritzendorfer Feuerwehr nicht nur im Eilzugstempo, sondern auch korrekt gelöst wurden. Dafür gab’s auch Lob von Hauptbewerter Helmut Bäck: „Kritzendorf kann stolz auf seine Feuerwehrleute sein. Sie sind nicht nur hoch engagiert, sondern auch hervorragend ausgebildet. Bei dieser Truppe ist man wirklich in besten Händen.“

 

Sitzend von links nach rechts: Kommandant Mag. Peter Dussmann, Christopher Grössing, Kayle Frohner, Barbara Heigl,
Mario Niessler, Bewerter Andreas Höritzmüller

Stehend von links nach rechts: Bewerter Leopold Katzmayer, Peter Münch, Benedikt Faulhammer, Markus Hansmann,
Thomas Salbrechter, Michael Schmied, Hauptbewerter Helmut Bäck, Bewerter Gerald Mathuber.

 

Erste Hilfe will gelernt sein. Wer Leben retten will, muss einige wichtige Handgriffe beherrschen. Wie dieses Bild zeigt, beispielsweise die richtige Seitenlagerung. Auch Wiederbelebungsmaßnahmen wurden bei der technischen Leistungsprüfung abgeprüft.

 

Sind Menschen nach Unfällen in Autowracks eingeklemmt, müssen diese mit hydraulischen Rettungsgeräten befreit werden. Bei der Befreiungsaktion dürfen dabei keine Fehler unterlaufen. Die wurden auch beim Bewerb nicht gemacht.

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