Zu einer dramatischen Tierrettung musste am 1. Mai, um 10.25 Uhr, die freiwillige Feuerwehr Kritzendorf ausrücken. Ein etwa einjähriges Reh war in ein fast leeres 1,60 Meter tiefes Schwimmbecken eines pensionierten Arztes gestürzt. Das bereits geschwächte und schwer verletzte Wildtier versuchte mit verzweifelten Sprüngen der betonierten Falle zu entkommen - vergeblich. Der ehemalige Mediziner verständigte sofort die Feuerwehr.

 
Mit List und Geschick gelang es den Einsatzkräften, das Tier mit Decken einzufangen und aus dem Pool zu retten. Noch immer wehrte sich das Reh mit allen Kräften gegen seine Retter. Schon der erste Anblick ließ vermuten, welche Qualen das Tier durchgemacht haben muss. Das Hinterteil war völlig zerbissen, auch an den Hinterläufen und am Kopf waren klaffenden Wunden erkennbar. Der sofort herbei gerufene Tierarzt Philipp Amon leitete noch an Ort und Stelle eine Notoperation ein. Nach einer ersten Diagnose war sofort klar, wer für den schrecklichen Zustand des Tieres verantwortlich war: Vermutlich ein Hund, der das Reh gehetzt und angefallen hatte.
 
Für den zuständigen Revierjäger kein Einzelfall. In den vergangenen Wochen seien in Kritzendorf bereits sechs Rehe von Hunden zu Tode gebissen worden. Das frisch operierte Reh wurde zwei Stunden nach dem chirurgischen Eingriff von Tierarzt, Jäger und Feuerwehrleuten wieder in die Freiheit entlassen.
 

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ORF-Niederösterreich

 
 
 
Im Einsatz:

RLFA 2000, TLFA 3000, KDO, MTF (20 Mann)

Tierarzt Philipp Amon

Jäger

Einsatzleiter: OBI Mag. Peter Dussmann
Einsatzdauer: ca. 1:00 Std

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