Obwohl das rote Blinksignal beim Bahnübergang in Kritzendorf bei  Klosterneuburg bereits mehrmals blinkte, fuhr eine Pensionistin um 15.15 Uhr mit  ihrem Pkw auf die Gleisanlage der Franz Josefs Bahn. Kaum hatte sie den Übergang  befahren, schlossen sich die Bahnschranken.

 

In ihrer Verzweiflung versuchte die  Frau das Fahrzeug aus dem Gefahrenbereich zu lenken – ein verhängnisvoller  Fehler. Aus der Ferne war bereits ein heran nahender Personenzug – unterwegs in Richtung Wien – zu hören. Noch immer blieb die Frau in ihrem Pkw sitzen. Couragierte Augenzeugen erkannten die Notlage, liefen auf den Bahnübergang und zerrten die Frau aus dem Auto. Wenige Sekunden später krachte die Lok frontal gegen das Fahrzeug und schleuderte es mehrere Meter weit. Die völlig schockierte Frau beobachte das Unglück bereits aus sicherer Entfernung und konnte ihr Glück gar nicht fassen – sie brach in Tränen aus und dankte ihren Helfern.

 

Für die Einsatzkräfte der Kritzendorfer Feuerwehr war dies innerhalb weniger Monate bereits der vierte Unfall im Gleisbereich der Franz Josefs Bahn. In allen Fällen überlebten die Unfallopfer, zum Teil schwer verletzt. Der Zugsverkehr auf der Franz Josefs Bahn war mehrere Stunden unterbrochen. Die Passagiere im Unfallzug blieben trotz Notbremsung unverletzt.

 

 

Im Einsatz: RLFA 2000, TLFA 3000, MTF (18 Mann)
Einsatzleiter: OBI Mag. Peter Dussmann
Einsatzdauer: ca. 1:00 Std.

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