Durch ein vermutlich auf der heißen Herdplatte vergessenes Geschirrtuch, brach am Dienstag, den 19. Mai, in einem Einfamilienhaus in Holzbauweise in Kritzendorf ein Brand aus. Trotz eines raschen Atemschutzeinsatzes der Kritzendorfer Feuerwehr, die mit vier Einsatzfahrzeugen und 21 Einsatzkräften anrückte,  konnte der 83-jährige Wohnungsbesitzer Franz W. nicht mehr gerettet werden. Der Pensionist dürfte an einer Rauchgasvergiftung gestorben sein.

Entdeckt wurde das Feuer von einem Radfahrer, der aus dem Obergeschoß des Holzhauses am Donauradweg beim Durchstich dichten Rauch aufsteigen sah. Der Mann alarmierte sofort die Feuerwehr, die binnen weniger Minuten mit zwei Tanklöschfahrzeugen am Einsatzort eintraf. Als sich der erste Atemschutztrupp ausrüstete, schlugen aus den Fenstern des Obergeschoßes bereits meterhohe Flammen.

Trotz enormer Hitze schaffte es ein Atemschutztrupp – unterstützt durch eine Löschleitung – sich zu dem 83-jährigen Wohnungsbesitzer vorzukämpfen. Der lag im letzten Raum des Holzhauses. Der schwer gehbehinderte Wohnungsbesitzer wurde von dem Atemschutztrupp gerettet und im Garten einem Notarztteam des Roten Kreuzes Klosterneuburg übergeben. Trotz unermüdlicher Reanimationsversuche starb Franz W. noch am Einsatzort.

Unterstützt wurden die Kritzendorfer Einsatzkräfte von Kameraden aus Klosterneuburg, Höflein und Kierling. Tiefe Betroffenheit herrscht bei der Feuerwehr in Kritzendorf. Denn das Opfer war in früheren Jahren selbst engagiertes Mitglied und wohnte damals auch im Feuerwehrhaus.

Im Einsatz: RLFA 2000, TLFA 3000, MTF (15 Mann)
FF Klosterneuburg, FF Höflein, FF Kierling
Einsatzleiter: OBI Peter Dussmann
Einsatzdauer: ca. 4:00 Std.

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