Trotz des raschen Einsatzes von drei Feuerwehren, 75 Einsatzkräften und mehreren Atemschutztrupps, konnte das Feriendomizil nicht mehr gerettet werden. Das 70 Quadratmeter große Gebäude brannte völlig aus. Glück im Unglück: Die Löschkräfte konnten ein Übergreifen der Flammen auf die eng angebauten Nachbarhäuser verhindern. Die Erstmeldung, wonach sich noch Personen im Haus befinden sollten, hatte sich zum Glück nicht bewahrheitet.

Entdeckt wurde der Brand gegen 19.45 Uhr vom in der Nachbarschaft wohnenden Alt-Kommandanten der Feuerwehr Kritzendorf. Der wurde auf  den beißenden Brandgeruch aufmerksam und hielt sofort Nachschau. Nachdem bereits aus den geschlossenen Fenstern des Hauses dichter Rauch aufstieg, verständigte der ehemalige FF-Offizier per Notruf 122 sofort seine Kameraden aus Kritzendorf. Nach drei Minuten waren bereits die ersten Löschkräfte zum Einsatzort unterwegs. Pech: Bei der Zufahrt in die mit 600 Ferienhäusern und 2500 Bewohnern größte Sommersiedlung des Landes, wurde die anrückende Feuerwehr von einem geschlossenen Schranken der Franz-Josefs-Bahn minutenlang gestoppt.

Am Einsatzort war die Aufregung bereits groß. Denn Anrainer befürchteten, dass sich die Hausbesitzer noch im Gebäude befinden könnten. Deren Autos standen nämlich vor der Haustür. Zwei Atemschutztrupps, die in das brennende und völlig verqualmte Haus vordrangen, konnten zum Glück rasch Entwarnung geben. Die Feuerwehr konnte sich jetzt darauf konzentrieren, den im Erdgeschoß ausgebrochenen Brand zu bekämpfen und ein Übergreifen der Flammen auf die Nachbarobjekte zu verhindern – was auch gelang.

Da sich das Feuer bereits bis ins Obergeschoß ausgebreitet hatte, mussten auch Teile des Daches geöffnet werden. Nach zwei Stunden konnte der Einsatzleiter schließlich Brand aus verkünden. Verletzt wurde niemand, der Sachschaden ist beträchtlich. Montag Vormittag sollen Brandermittler der Polizei ihre Arbeit aufnehmen. Die Hausbesitzer, die sich in ihrer Wohnung in Wien aufhielten, trafen noch während der Löscharbeiten bei ihrem brennenden Zweitwohnsitz in Kritzendorf ein. Die Frau erlitt einen Schock.

Erst vor wenigen Wochen wurde ihr Grundstück vom Hochwasser überflutet.


Im Einsatz:

RLFA 2000, TLFA 3000, RÜST, KDO (25 Mann)
FF-Klosterneuburg
FF-Höflein

Einsatzleiter: OBI Ing. Mario Wunsch
Einsatzdauer: ca. 3:00 Std.

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