Das Kritzendorfer Waldgebiet gleicht einem Schlachtfeld. Überall liegen abgeknickte Bäume. Die alarmierten Feuerwehrleute mussten sich den Weg durch mehrere auf die Straße gefallene Bäume bahnen.

 

Ein in Österreich selten vorkommendes Wetterphänomen traf an diesem Mittwochnachmittag Kritzendorf und Klosterneuburg. Eine Windhose zog einen Streifen der Verwüstung vom Wiener Wald bis nach Klosterneuburg. Die Feuerwehr Kritzendorf musste zu vier Einsatzadressen ausrücken und bekam Unterstützung von den Kameraden aus Klosterneuburg und Höflein.

 

Hauptaugenmerk lag auf dem Einsatzort in der Flexleitengasse, wo ein Baum auf ein Haus gestürzt war. Nachdem in der Kierlingergasse und Töckergasse die zahlreichen Bäume entfernt waren, wurden alle Mannschaften in die Flexleitengasse beordert. Dort wurde der Baum Stück für Stück abgetragen. Dabei wurden die Feuerwehrleute auf dem Dach von ihren Kameraden gesichert. Die Arbeit war nicht ungefährlich, denn die Ethernitplatten waren durch den Regen sehr glatt und machten das Arbeiten sehr schwierig. Nach zwei Stunden war der Baum schließlich entfernt.

 

Nun machten sich die Mannschaften daran, die Löcher im Dach mit einer Plane zu bedecken. Um das Dach nicht weiter zu belasten, wurden Leitern aufgelegt. So wurde das Gewicht der Feuerwehrleute gleichmäßig auf das Dach übertragen und die Gefahr des Einbruchs war gebannt. Nach weiteren zwei Stunden konnte der Befehl zum Einrücken gegeben werden.

 

Im Feuerwehrhaus angekommen, wurden noch alle Geräte geputzt und die Einsatzbereitschaft wieder hergestellt.

 

Beitrag "Tornados in Wien und Klosterneuburg" auf derStandard.at

 

Im Einsatz: RLFA 2000, TLFA 3000, Rüst, KDO (20 Mann)
FF-Höflein
FF-Klosterneuburg
Einsatzleiter: OBI Ing. Mario Wunsch
Einsatzdauer: ca. 6:00 Stunden

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