Gegen 10 Uhr Früh krachte auf der Trasse der Franz-Josefs-Bahn ein Personenzug mit einem Güterzug zusammen. Dabei wurden acht Menschen verletzt.

Wie es zu dem Unglück kam, ist noch ungeklärt. Fest steht, dass der Personenzug in Richtung Wien unterwegs war. Bei einer Weiche kam es zur verhängnisvollen Kollision. Der mit über 50 Fahrgästen besetzte Personenzug rammte die letzten fünf Waggons des mit Kohle beladenen Güterzuges. Durch den heftigen Aufprall wurde die Lok des Personenzuges aufgeschlitzt. Ein Waggon droht umzustürzen.

Beide Loks entgleisten, mehrere Radachsen des Güterzuges wurde abgerissen. Drei voll beladene Waggons stürzten um. Der Unfallort glich einem Schlachtfeld. Die Trümmer lagen hunderte Meter weit verstreut.

Kurz nach dem Unfall brach das Chaos aus. Passagiere flüchteten in Panik aus den Waggons, einige liefen gar querfeldein davon. Um die verletzten Fahrgäste zu bergen, wurde die Feuerwehr Kritzendorf alarmiert. Sie unterstütze das Team des Klosterneuburger Roten Kreuzes, das mit zwei Notärzten und 26 Sanitätern anrückte. Zum Glück wurden die Passagiere nur leicht verletzt. Sie erlitten Prellungen, Platzwunden und Hautabschürfungen.

Florian Cudy, 17 jähriger Schüler und Mitglied der Feuerwehr Kritzendorf, saß im Unglückszug: „Ich saß beim Fenster, dann hat es plötzlich gekracht. Dann hab’ ich gesehen, wie die Güterwaggons umgestürzt sind. Es war wie im Film“. Der junge FF-Mann alarmierte per Handy sofort seine Kollegen und leistete umgehend Erste Hilfe.

Nach knapp einer Stunde waren alle Passagiere in Sicherheit. Sie wurden mit ÖBB-Bussen weiter transportiert. Die Franz-Josefs-Bahn musste bis Mitte der folgenden Woche gesperrt bleiben.

Im Einsatz: RLFA 2000, RÜST, KDO (22 Mann)
Einsatzleiter: OBI Ing. Mario Wunsch
Einsatzdauer: ca. 2:30 Std.

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