Der Schaden ist enorm. Die Feuerwehr war fast zwei Stunden mit Auspumparbeiten beschäftigt.
"Mir sind zuerst seltsame Geräusche aufgefallen, mehr nicht. Wenig später sind bereits die ersten Wassertropen von der Decke gefallen", erinnert sich Jutta Th. mit Schrecken an die aufregenden Erlebnisse. Der Zwischenfall ereignete sich am Freitag, den 16. Jänner, gegen 21 Uhr am Kaffeehausberg. Da der Wassereinbruch in der Wohnung von Th. immer stärker wurde, schleppte die Frau eine 100 Liter fassende Regentonne vom Garten ins Vorzimmer: "Das Wasser ist über den Lampenschirm in die Wohnung geronnen." Kaum war die Tonne platziert, brach das kühle Nass auch in Wohnzimmer und Küche durch die Decke. In ihrer Not alarmierte Th. die Feuerwehr Kritzendorf. Die war nach vier Minuten mit 18 Mann am Einsatzort.

Da davon ausgegangen werden musste, dass der Wasserschaden im Obergeschoß seinen Ausgang genommen hatte, musste die Feuerwehr die im Obergeschoß liegende Wohnung aufbrechen. Deshalb, da der Besitzer nicht zu Hause war. Schon vor der Eingangstür waren deutlich das Rauschen einer undichten Wasserleitung zu hören. "Wir hatten kurzfristig schon einen Unfall in der Wohnung befürchtet", berichtet FF-Einsatzleiter Mario Wunsch. Das hatte sich zum Glück nicht bestätigt. Im Obergeschoß bot sich der Feuerwehr das selbe Bild, wie einen Stock tiefer: Die Wohnung stand bis zu zehn Zentimeter tief unter Wasser. Im Badezimmer, das vom Wohnungsbesitzer derzeit umgebaut wird, schoss daumendick Wasser aus der Wand.

Die Ursache war schnell gefunden: Ein zum Abdichten der neu verlegten Wasserzuleitung gedachter Pfropfen hielt dem Druck nicht stand. Um den Wasseraustritt zu stoppen, wurde die Hauptzuleitung geschlossen. Der Rest war Routine: Wasserschöpfen - und das fast zwei Stunden lang. Da in Teilen des Hauses auch der Strom ausfiel, wurde von der FF eine Elektronotdienst verständigt. Trotz des raschen Einsatzes der Feuerwehr, die auch mit einem Wasserstaubsauger ans Werk ging, wird Jutta Th. einen Teil der Wohnung sanieren müssen. Große Teile des Parkettbodens und der Wände sind schwer beschädigt.

"Trotz allem hat mich die Feuewehr vor noch größerem Schaden bewahrt. Ich bin froh, dass die Männer so schnell da waren und mir so hilfsbereit zur Seite gestanden sind", dankte das Wasseropfer nach dem Einsatz ihren Helfern.

Im Einsatz: RLFA 2000, RÜST, KDO (18 Mann)
Einsatzleiter: OBI Ing. Mario Wunsch
Einsatzdauer: ca. 2:00 Std.

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